Beschreibung
In einer zunehmend digitalen und vernetzten Welt ist Informationssicherheit nicht mehr nur eine Frage der Technik – sie ist ein strategischer Erfolgsfaktor. Zunehmend wird zusätzlich zu den klassischen Schutzzielen der Informationssicherheit die Forderung nach (IT-) Resilienz ausgeprägter und die Umsetzung von Maßnahmen evidenter. Dies kann in unterschiedlichen Bereichen ganz unterschiedliche Ausgestaltungsformen haben.
Im Allgemeinem beschreibt der Begriff der Resilienz die Widerstands- und Anpassungsfähigkeit von IT-Systemen bzw. der IT-Infrastruktur bei den verschiedensten Arten von Herausforderungen, z.B Cyberangriffen. Durch die Erhöhung der Widerstandfähigkeit und Anpassungsfähigkeit soll das allgemeine Informationssicherheitsniveau erhöht und die Organisation besser geschützt werden.
Hierbei stellen sich allerdings sowohl die Fragen nach den konkreten Anforderungen, welche zur Sicherstellung von Resilienz gefordert werden, als auch danach, mit welchen Maßnahmen Resilienz sinnvoll erreicht werden kann.
So hat die Forderung nach Resilienz bspw. Einzug in die Datenschutz-Grundverordung (2017) in der deutschen Übersetzung als Schutzziel der „Belastbarkeit“ gefunden (Art. 32 Abs. 1 lit. b)). In Bezug auf die Informationssicherheitsanforderungen findet die explizite Forderung über die EU CER Richtlinie (2022), welche sich in Deutschland in dem „KRITIS-Dachgesetz“ manifestiert, Einzug. Im Falle von vernetzten Produkten kommt zukünftig der Cyber Resilience Act (CRA) (2024) zum Tragen.
In diesem praxisorientierten Workshop widmen wir uns diesem Thema, beginnend mit einem Überblick über die aktuellen Resilienz-Anforderungen aus Regulatorik und Normen. Anschließend soll(en) ein(ige) Praxisbeispiel(e) aufzeigen, wie im Rahmen einer Organisation Resilienz erreicht werden kann bzw. wie Dienstleister im Rahmen ihrer Tätigkeit versuchen, die Resilienz von Systemen zu erhöhen. Abgeschlossen soll der Workshop durch eine Vorstellung des geplanten hessischen Zentrums für digitale Resilienz.
Hinweise zur Veranstaltung:
Verpflegung:
Leider war es uns nicht möglich für diese Veranstaltung ein Sponsor zu finden, sodass eine Selbstversorgung notwendig ist.
Programm
Programm (Stand 09.03.2026)
10:00-10:15 | Benedict Voßbein, Sprecher der Fachgruppe SECMGT Begrüßung - Vorstellung der Fachgruppe SECMGT
- Erörterung des Ablaufs
- Technisch-Organisatorische Hinweise
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10:15-10:55 | Prof. Dr. Ralf Kneuper (Computer Science and Business Informatics (Distance Learning) (IU Internationale Hochschule) Einführung in Resilienz - Resilienzanforderungen in Normen und in der Regulatorik
(inkl. Diskussion / FAQ) |
10:55-11:10 | Kommunikationspause - Zeit zum Wissensaustausch |
11:10-11:50 | Prof. Dr.-Ing. Bernd Freisleben (Distributed Systems and Intelligent Computing, Uni Marburg) emergenCITY, DiReX und das Zentrum für digitale Resilienz in Hessen - Ziele
- Tätigkeitsschwerpunkte
- Aktuelle Entwicklungen
(inkl. Diskussion / FAQ) |
11:50-13:30 | Mittagspause |
13:30-14:10 | Prof. Dr.-Ing. Alexander Stolz (Resilience Engineering for Technical Systems, University of Freiburg) Ein systematischer Ansatz für Resilienz. Von der Tätigkeit zur Wirksamkeit Der Vortrag gibt Einblicke die die Ansätze zur Quantifizierung von Resilienz und zeigt Wege auf wie dies realisiert werden kann, welche Grundsätze gelten und welche Randbedingungen Berücksichtigung finden sollten. (inkl. Diskussion / FAQ) |
14:10-14:25 | Kommunikationspause - Zeit zum Wissensaustausch |
14:25-15:05 | Marc Jobelius (Bouché Air & Sea GmbH und FASAG - Bundesverband für Luftsicherheit e.V.) Resilienz in der Luftsicherheit - von der Rampe ins digitale Backend (inkl. Diskussion / FAQ) |
15:05-15:20 | Kommunikationspause - Zeit zum Wissensaustausch |
| 15:20-16:00 | Bernhard C. Witt (Principal on Cybersecurity and Critical Entities Protection, SITS Deutschland GmbH) Resilienz: Der Weg ist das Ziel Wenn geklärt worden ist, wer oder was resilient sein soll, fängt die eigentliche Arbeit erst an: - Resilienz im Cyberraum ist mehr als nur Hochverfügbarkeit
- Resilienz basiert sowohl auf Checks & Balances als auch auf begründetes Vertrauen
- Resilienz lässt sich jedoch i.d.R. nicht autark erreichen
Im Vortrag wird auf praktische Probleme auf dem Weg zur Resilienz im Cyberraum und hilfreiche Lösungsstrategien hingewiesen. |
16:00-16:30 | Diskussion / Open Panel Erfahrungen & Best Practices der Workshopteilnehmer |