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SUMMARY:Workshop "Interessenskonflikte im Kontext kritischer Infrastrukture
 n" (FIFF JT)
DESCRIPTION:Workshop "Interessenskonflikte im Kontext kritischer Infrastruk
 turen", 12.11.2011 in München, Workshop im Rahmen der FIFF Jahrestagung "Di
 alektik der Informationssicherheit — Interessenskonflikte bei Anonymität, I
 ntegrität und Vertraulichkeit" (11.-13.11.2011, Hochschule München, Forum I
 nformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung, FIFF e.V.
 , www.fiff.de)\n\nDer Workshop wird von Claus Stark und Bernhard C. Witt (M
 itglieder des SECMGT-Leitungsgremiums) durchgeführt.\n\n[Link zur FIFF Jahr
 estagung 2011]\n\n Abstract zum Workshop "Interessenskonflikte im Kontext k
 ritischer Infrastrukturen"  Claus Stark und Bernhard C. Witt\n\n„Kritische 
 Infrastrukturen sind Organisationen und Einrichtungen mit wichtiger Bedeutu
 ng für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung 
 nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlic
 hen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden“, so die off
 izielle Definition zu kritischen Infrastrukturen. Bereiche wie Transport un
 d Verkehr, Energieversorgung, Informations- und Telekommunikationstechnik, 
 Wasserversorgung, Finanzwesen, Gesundheitswesen und der Katastrophenschutz 
 zählen zu diesen kritischen Infrastrukturen (KRITIS). Deren Ausfall oder Be
 einträchtigung kann beispielsweise durch Naturereignisse, technisches oder 
 menschliches Versagen, durch Sabotage, Terrorismus oder Krieg nachhaltig wi
 rkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen des gesellschaftlichen Mit
 einanders oder andere dramatische Folgen haben.    Die - gerade auch im Kon
 text von KRITIS - eingesetzten IT-Systeme sind hochgradig miteinander verne
 tzt und durchdringen zunehmend mehr Bereiche des Alltags, insofern gebührt 
 der kritischen Informations- und Kommunikationsinfrastruktur eine besondere
  Aufmerksamkeit. Ausfälle und Fehlfunktionen von und Angriffe auf kritische
  Informations- und Kommunikationssysteme können verheerende Folgen für die 
 Gesellschaft haben. Es ist daher von gesellschaftlichem Interesse, dass IKT
 -Systeme wirksam geschützt werden. Infolge des technischen Fortschritts und
  des variantenreichen Einsatzes entsprechender Techniken existieren jedoch 
 eine Vielzahl von Angriffsvektoren und Verletzlichkeiten. Gerade der Stuxne
 t-Angriff auf eine isolierte Atomanlage hat vor Augen geführt, dass wir es 
 mit einer realen Gefahr zu tun haben. Grundsätzlich unterliegen alle kritis
 chen Einrichtungen permanenten Angriffen der Spaß-Guerilla, von Hacktiviste
 n, dem organisierten Verbrechen sowie Terroristen.\n\nDie bisherigen Angrif
 fe auf kritische Einrichtungen haben deutlich gemacht, wie leicht Sicherhei
 tsmaßnahmen von Angreifern umgangen werden können und wie erstaunlich wenig
  die Informationssicherheit dem oft entgegenzusetzen hat. Die Kreativität d
 er Angreifer, die Komplexität der Systeme und die Arglosigkeit der Menschen
  scheinen oft alle Schutzbemühungen zu vereiteln. Die aufgebauten Strukture
 n wirken daher durchaus zerbrechlich. Die Diskussion unter zuständigen KRIT
 IS-Beteiligten wird aufgrund der besonderen Bedeutung i.d.R. nicht öffentli
 ch, sondern vertraulich geführt, eine breite gesellschaftliche Diskussion u
 nd Beteiligung sind so nur schwer möglich. Die Folgen der Atom-Katastrophe 
 in Japan zeigen aber auch, dass es vielleicht gerade jetzt an der Zeit ist,
  über diese Fragen grundsätzlich und öffentlich zu diskutieren.\n\n 	Im Wor
 kshop sollen aktuelle KRITIS-Aktivitäten vorgestellt und dabei die Rolle de
 r Informationssicherheit kritisch hinterfragt werden. 	Welchen Konflikten s
 ind Manager für die Informationssicherheit kritischer Infrastrukturen in de
 r Praxis ausgesetzt? 	Welche der kritischen Infrastrukturen sind warum und 
 wie schützenswert? 	Können komplexe gesellschaftliche Strukturen mit noch k
 omplexeren Sicherheitsmethoden überhaupt ausreichend geschützt werden? 	Ist
  ein angemessener Schutz nur auf Kosten einer verstärkten Überwachung des E
 inzelnen möglich? Oder wäre es unter gewissen Umständen besser, KRITIS-Stru
 kturen wieder so zu vereinfachen, dass sie robuster gegen Störungen sind un
 d eine Fehlfunktion oder ein Angriff nicht zur Katastrophe führen kann? \n\
 nDer Workshop wird organisiert von Claus Stark (Mitglied der GI-Fachgruppe 
 Management von Informationssicherheit & FIFF e.V.) und Bernhard C. Witt (Sp
 recher der GI-Fachgruppe Management von Informationssicherheit, bcw(at)bc-w
 itt.de).
LOCATION:HS München
DTSTAMP:20180726T170407Z
DTSTART:20131111T153000Z
DTEND:20131113T150000Z
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