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SUMMARY:Motivation und Schulung zur IT-Sicherheit
DESCRIPTION:Die Themen\n\n 	Security Awareness in der Praxis 	Sensibilisier
 ung für Informationssicherheit in großen und kleinen Unternehmen 	Messbarke
 it von Security Awareness 	Datenschutzausbildung 	Datenschutz-Zertifizierun
 g \n\n\n\nBericht zum Workshop und Details zu den Vorträgen\n\nDirk Fox (Se
 corvo, Karlsruhe): Security Awareness in der Praxis, Sensibilisierung für I
 nformationssicherheit in Kampagnenbeispielen\n\nDer Vortrag basiert auf Erf
 ahrungen mit Motivations- und Schulungsprojekten mit mehreren Großfirmen. D
 ie Rolle der Firma Secorvo war dabei, Sicherheitswissen einzubringen, wobei
  gleichzeitig eine Werbeagentur für die Aufbereitung der Information und di
 e Umsetzung in der Kampagne wesentlich mit eingebunden war. Die Beteiligung
  von externen Beratern bei solchen Kampagnen ist wichtig, nicht weil das Si
 cherheits-Wissen nicht in der Firma prinzipiell vorhanden wäre, sondern wei
 l das Eigenpersonal mit anderen Aufgaben primär betraut ist, und deshalb "m
 ental scheitert" an der Aufgabe, das Wissen in einer (Groß-)Firma umzusetze
 n.\n\nZiel einer Kampagne ist, eine Verhaltensänderung der Mitarbeiter, die
  eingeübt werden muss, wie das "Zähneputzen bei den Kindern". Motivation un
 d Überzeugung ist wichtig, um einerseits Fehleinschätzungen des Managements
  zu vermeiden ("machen wir mit Sicherheitstools", "regeln wir organisatoris
 ch"), bei denen unter anderem die Kreativität zur Umgehung von Maßnahmen de
 r Mitarbeiter, die nicht überzeugt sind, unterschätzt wird, andererseits di
 e vielen Hürden, die zu überwinden sind (resultierende Arbeitsbehinderungen
  z.B. dauert Account-Bearbeitung plötzlich zu lange, Verantwortungslücken u
 nd Risiken, die, als realitätsfern angesehen werden, nicht übernommen werde
 n können. Herr Fox:: "man muss die Herzen gewinnen!"\n\nHerr Fox unterschei
 det bei einer solchen Kampagne vier Phasen\n\n 	Aufmerksamkeit, um unter de
 n vielen Themen (kreislauf etc.), die kampagnenmäßig behandelt werden, über
 haupt wahrgenommen zu werden, 	Vermittlung des notwendigen Wissens und Eins
 tellungen (Preisausschreiben, Videos, - nur IT als Medium genügt nicht!.Man
  muss auf die verschiedenen Lerntypen dabei eingehen), 	Verstärkung (um pos
 itive Identität zu schaffen, und zur Einübung à la Zähneputzen), 	Öffentlic
 hkeit (um es als normales Q-Merkmal zu etablieren). \n\nDas Schaffen eines 
 positiven Sicherheitsbegriffs wurde an Beispielen aus der Praxis erläutert.
  Die kampagnen wurden Firmen-bezogen durchgeführt. bei einer Versicherung g
 ab es ein Preisausschreiben, bei dem der Satz zu ergänzen war: "Sicherheit 
 ist ... " (mit Antworten wie: ein Grundbedürfnis des Menschen; bis zu "wenn
  immer ein Kasten Bier im Keller steht") Wichtig ist, dass über die Kampagn
 e gesprochen und es darf oder soll auch gewitzelt werden. Auch der Spieltri
 eb wurde ggf. erfolgreich geweckt. Die spannenden und unterhaltsamen Beispi
 ele, die im Vortrag genannt wurden, können leider in den im Web veröffentli
 chten Folien nicht enthalten sein.\n\nDie Erfahrungen mit Großfirmen sind, 
 wie Herr Voßbein im Nachtrag bemerkte, nicht auf den Mittelstand übertragba
 r. Allein die Firmen-spezifische Aufbereitung der Kampagne durch eine Agent
 ur ist zu teuer, da der Aufwand bei kleineren Firmen kaum geringer als bei 
 großen ist, so dass sich kleine Firmen dies nicht leisten können.\n\n[Präse
 ntation als PDF]  \n\nDr. Christoph Schog (T-Systems, Frankfurt):  Mission 
 Security - Mir ist es nicht egal!\n\nHerr Dr. Schog ist CSO bei T-Systems u
 nd berichtete über eine Kampagne, die in Zusammenarbeit mit Secorvo abgehal
 ten wurde. Einer der Ausgangspunkte ist eine Microsoft-Studie von 2004, das
 s fehlende Mitarbeiter-/ Middle-Management-Motivation zu 51%/42% als Proble
 m gesehen wird, während fehlende Methoden, Werkzeuge und Produkte nur zu 18
 % bzw. zu 17% als Problem gesehen werden. Die lebensgroße Figur "James Bit"
 , die an 1200 Stellen in der Firma aufgestellt worden war, war hier ein gro
 ßer Aufreißer-Erfolg. Auch ein Video, das die spannende Situation eines Lap
 top-Diebstahls mit Verfolgungsjagd zeigt (wurde vorgeführt), trug zum Erfol
 g bei. Der Erfolg der Kampagne wurde durch Befragungen von 10000 Mitarbeite
 r vor und nach der Kampagne nachgewiesen und "gemessen". Es sind 4300 Führu
 ngskräfte zu überzeugen gewesen. Ein Ideen-Wettbewerb war zentraler Bestand
 teil. Es wurden 140 Trainer in der Firma ausgebildet, Projekt-Gelder werden
  nur mit Zustimmung der Security genehmigt.. Es wurde eine grobe Darstellun
 g gegeben, wie Security Management bei T-Systems funktioniert, die Security
  Documents Hierarchy vorgestellt und ein Ausblick auf die Kennzahlen zur Me
 ssung der "weichen" Faktoren vorgestellt.\n\n[Präsentation als PDF]  \n\nPe
 er Reymann (ITQS® GmbH, Hamburg): Datenschutzausbildung im Umbruch?\n\nMit 
 dem bislang richtungsweisenden Urteil des LG Ulm aus dem Jahre 1990 wurde b
 isher zwar festgestellt, daß es sich beim Datenschutzbeauftragten um einen 
 "Beruf" handelt, die notwendigen Fähigkeiten wurden jedoch nur grob umrisse
 n. Die augenblicklichen Datenschutzbeauftragten der ersten Generation weise
 n in Bezug auf ihre Ausbildung eigentlich keine Gemeinsamkeiten auf. Es sin
 d Juristen, Kaufleute oder Techniker, die sich in der Firma meist frühe Ver
 dienste im Umfeld der IT erworben haben. (Ein Datenschutzbeauftragter, der 
 dies zu mehr als 50% seiner Zeit ausübt, ist unkündbar.) Diese Generation w
 ird aber in den nächsten Jahren durch eine neue ersetzt werden, ohne dass k
 lar ist, welche Anforderungen an sie zu stellen sind. So gibt es heute eine
  Vielzahl von Anbietern auf dem Markt, die nach eigenen Worten eine "zertif
 izierte" oder "fachkundige" Datenschutzausbildung anbieten, ohne dies wirkl
 ich "handfest" zu machen. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter 
 Schaar, hat bereits bei der GI-Jahrestagung 2005 in Regensburg angekündigt,
  hier regulierend eingreifen zu wollen und Gespräche mit Verbänden zu führe
 n. Im Vortrag wurde ein Überblick und eine grobe Klassifizierung bzw. Bewer
 tung der einzelnen konkurrierenden Ausbildungsmodelle umrissen und mögliche
  Lösungsansätze einer qualifizierten Ausbildung dargestellt.  \n\nTobias St
 raub (Fraunhofer Gesellschaft (FhG) SIT, Darmstadt): TISP: Expertenzertifik
 at für IT-Sicherheit\n\nVor zwei Jahren wurde unter dem Dach des TeleTrusT 
 e.V. ein Expertenzertifikat für den Bereich IT-Sicherheit geschaffen. Diese
 s so genannte TISP- (TeleTrusT Information Security Professional) Zertifika
 t richtet sich speziell an Interessenten im europäischen und deutschsprachi
 gen Raum - im Gegensatz zu den seit Längerem angebotenen amerikanischen Zer
 tifikaten. Im Vortrag wurde die Konzeption der TISP-Zertifizierung erläuter
 t und näher auf die Inhalte des TISP-Lehrplans eingegangen. Außerdem wurden
  die Erfahrungen des Fraunhofer SIT, das selbst einer der TISP-Schulungsanb
 ieter ist, dargestellt.
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