BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:https://github.com/derhansen/sf_event_mgt
METHOD:PUBLISH
BEGIN:VEVENT
UID:629-1320@fg-secmgt.gi.de
CLASS: PUBLIC
SUMMARY:Managed Security vs. Security Management
DESCRIPTION:Die Themen\n\nTools zur Durchsetzung von Sicherheitszielen spie
 len eine wachsende Rolle besonders im Zusammenhang mit der Erfüllung von Si
 cherheitsnormen wie BS7799 oder dem GSHB. Die Vielzahl verschiedener Tools 
 und Ansätze ist dabei groß. Im Workshop soll anhand von drei Fallbeispielen
  geklärt werden, was Tools leisten und was sie nicht leisten können.  Zwei 
 Hauptvorträge (mit ausführlicher Diskussion) zum Thema "Managed Security vs
 . Security Management" oder "wieweit helfen Tools und automatische Abprüfun
 gen".\n\n\n\nBericht zum Workshop und Details zu den Vorträgen\n\nZum 5.ten
  mal wurde die Fachgruppe von DB Systems komfortabel eingeladen. Die ca. 30
  Teilnehmer haben einen Doppelraum erfordert, der kurzfristig zur Verfügung
  gestellt wurde. Die von die DB Systems gebotene perfekte Infrastruktur hab
 en wieder einmal eine entspannte Atmosphäre für ausführliche Diskussionen g
 eboten. Tools zur Durchsetzung von Sicherheitszielen spielen eine wachsende
  Rolle besonders im Zusammenhang mit der Erfüllung von Sicherheitsnormen wi
 e BS7799 oder dem GSHB. Die Vielzahl verschiedener Tools und Ansätze ist da
 bei groß. Vielfältigen Versprechungen stehen immer wieder auch Schwierigkei
 ten im praktischen Einsatz gegenüber. Im Workshop wurde anhand dreier Fallb
 eispiele diskutiert, was Tools bzw. IT-Unterstützung im Allgemeinen leisten
  können und wo ihre Grenzen sind.\n\nHeinz Sarbinowski/ Fraunhofer SIT: Der
  elektronische Sicherheitsinspektor: Unterstützung für eine kontinuierliche
  Überprüfung von IT-Sicherheitsmaßnahmen in Unternehmensnetzen\n\nHerr Sarb
 inowski berichtete über den Stand eines abgeschlossenen Forschungsprojekts 
 mit dem Schwerpunkt, technische und organisatorische Vorgaben für Systemkom
 ponenten, wie aus dem GSHB bekannt, automatisch abfragbar und überprüfbar z
 u machen. In einem Netzwerk müssen dazu aus den verschiedenen Komponenten I
 nformationen zusammengestellt werden. Für Einzelinformationen stehen durcha
 us schon vielfältige Tools zur Verfügung, die aber geeignet kombiniert werd
 en müssen. Ausserdem müssen zusätzliche Tools zum Auslesen von Prüf-Informa
 tionen je nach Bedarf der betroffenen IT-Installation hinzugefügt werden kö
 nnen. Der eSI-Ansatz erlaubt dabei beliebige Tools mit cmd-line-Schnittstel
 len einzubinden. SNMP-Schnittstellen werden natürlich, wo vorhanden, genutz
 t. Die Architektur beinhaltet neben der Kommunikationsschiene eine Datenban
 k, einen Scheduler und ziemlich frei programmierbare Auswerter.\n\nDie Entw
 icklung eines Tools der vorgestellten Art, aber auch seine Pflege erfordert
  ein hohes Maß an Sicherheits-Know-How. Routine-Überprüfungen können aber d
 ann automatisiert erfolgen. Eine generelle Regel, wann sich ein solches Vor
 gehen lohnt, kann noch nicht gegeben werden. Anwender mit einem hohen Prüfa
 ufkommen werden von der Automatisierung profitieren ebenso wie Anwender, di
 e bisher aus Kostengründen auf eine umfassende Prüfung verzichten müssen. D
 ie Interpretation von bei der Inspektion erkannten Abweichungen war eines d
 er Hauptdiskussionspunkte. Derzeit liegen die individuellen Ergebnisse sowo
 hl auf einem hohen Abstraktionsniveaus ("rot-gelb-grün") als auch auf einem
  technischen Detailniveau vor. Das Thema - Aggregation von Ergebnissen, Gew
 ichtung von Findings etc., liegt derzeit noch nicht im Fokus des Projektes.
  Die Zielgruppe für ein solches Tool wird zunächst bei Unternehmen mit sich
 erheitssensitiven Anwendungen gesehen. Die Integration des Tools in System-
 Management-Tools wird als ein noch zu bearbeitender Punkt gesehen.\n\nRefer
 enzen: www.ske-projekt.de, www.sit.fraunhofer.de  [  Präsentation als PDF]\
 n\nStichworte aus der Diskussion (Mitschrift Hr. Berlich):\n\n 	Umsetzung v
 on Überprüfungsprozessen erfordert einen sauberen QM/Verbesserungsprozess. 
 Ein "Big Bang" wird nicht funktionieren. 	Sicherheit des Tools selbst? (Unt
 erscheidung von Systemlese- und Kontrollzugriffen), Werkzeug baut hauptsäch
 lich auf bereits vorhandene Agenten in Netzwerkkomponenten auf. Sicherung g
 egen Zugriffe auf die Schnittstellen kann u.U. selbst problematisch sein. 	
 Der Wert des Werkzeugs liegt hauptsächlich in der Benutzerschnittstelle und
  Datenhaltung/-verwaltung. 	Entwicklung seit zweieinhalb Jahren, bereits ei
 nige Kunden. Eindruck: vorwiegend technologieorientiert. Meinungsbildung üb
 er Fortschreibung (Open Source oder wie auch immer) noch offen, ebenfalls w
 ie Vertrieb und Marketing.  \n\nChristian Wahl/ Atsec: Automatisiertes Sich
 erheitsmanagement - Möglichkeiten und Grenzen\n\nHerr Wahl berichtet über e
 in vor ca. zwei Jahren erstmals vorgestellte Projekt von Vodafone Informati
 on Systems (VIS), das zur Unterstützung der Zertifizierung nach BS7799 ins 
 leben gerufen worden war und mittlerweile im Scope der Zertifizierung entha
 lten ist.\n\nBeim Security Monitor wurden bereits bei VIS vorhandene Tools 
 (IDS, System management Umgebung etc.) um weitere Werkzeuge (z.B. CERT-Info
  und Scan-Profile) erweitert und bestehende Verfahren weiterhin genutzt. Ei
 n Ergebnis des erfolgreich etablierten automatisierten Sicherheitsmanagemen
 ts ist, dass alle sicherheitsrelevanten Ereignisse über den 2nd-Level Suppo
 rt und Trouble-Tickets verfolgt werden und ihre Behandlung damit in einer z
 entralen Ablage dokumentiert und nachvollziehbar sind.\n\nZentraler Ansatz 
 des Konzeptes für eine adäquate Abstraktionsebene ist die Nutzung des Tivol
 i-Risk-Managers als Correlation Engine, um verschiedene Ereignisse zu korre
 lieren und ggf. zu filtern. Auf diese Weise werden z.B. die vielen "false p
 ositives" des IDS auf ein erträgliches Maß zurückgeführt. Das eingeführte R
 egelwerk musste so in den letzten 2 Jahren nur um wenige Regeln erweitert w
 erden. In mindestens einem Fall wurde ein schwerer Angriff erkannt und ein 
 Host rechtzeitig heruntergefahren. Zusätzliches Personal wurde - obwohl nun
  auch alle Sicherheits-Events über den 2nd-Level Support geschleift werden 
 - nicht benötigt. Die neue Arbeitsteilung hat die wenigen Leute mit echtem 
 Sicherheits-Know-How von Routine-Tätigkeiten befreit, so dass sie zur Behan
 dlung von Sicherheitsproblemen zur Verfügung stehen.\n\nDer erfolgreiche Ei
 nsatz in der Vergangenheit heisst allerdings nicht, dass das System perfekt
  ist und nicht noch verbessert werden könnte. Eine Erweiterung durch Prüfer
 kenntnisse, wie sie bei einem Einsatz des oben geschilderten "Sicherheitsin
 spektors" möglich würden, könnte hierzu z.B. effizient beitragen.\n\nDie ab
 schliessende Diskussion war von technischen Detailfragen geprägt, die Melan
 ie Wahl, als maßgeblich am Projekt Beteiligte, beantwortete.\n\nReferenzen:
  www.projekt.de  [  Präsentation als PDF]\n\nStichworte aus der Diskussion 
 (Mitschrift Hr. Berlich):\n\n 	Installationsaufwand: Ca. 8 Monate für die g
 esamte Installation. Pflegeaufwand skaliert mit den Komponenten, das Gesamt
 system reduziert durch die Reduktion der False Positives den Pflegeaufwand.
  	Das System ist reaktiv auf Verletzung der "Controls" fokussiert, und stel
 lt sicher, das alle "Controls" betreffenden Ereignisse über den Dokumentati
 onsserver nachvollziehbar sind. 	Das System ist "problemlos" erweiterbar, z
 . B. (laut Aussage des Vortragenden). (Dabei stellt sich allerdings die Fra
 ge, wieweit das über die Nutzung der Workflow Engine des Trouble Ticket Sys
 tems hinausgeht, welche Aufwände im Tivoli Risk Manager entstehen etc., in 
 Summe, wie effektiv eine solche Verknüpfung ist) Weitere denkbare Erweiteru
 ngen gehen in Richtung Patch-Management.  \n\nFrank Damm/ DB Systems: Halba
 utomatische Bewertung des Sicherheitsstandes von IT-Systemen in der Praxis\
 n\nEin Überblick über die Praxis der Überprüfungen bei DB Systems zeigt, da
 ss hier nur ein geringer Teil "automatisiert" werden kann. Das augenblickli
 che Vorgehen basiert noch völlig auf manueller Zulieferung der Information 
 durch Betroffene und Verantwortliche. Die Analyse zeigt, dass wesentliche D
 aten auch durch eine automatisierte Erfassung nicht erfassbar wären. Automa
 tisiert ist die Verteilung der Fragebögen und deren Ablage, wodurch allerdi
 ngs schon ein wesentlicher Beitrag für einen "ordnungsmäßigen" Betrieb gege
 ben ist. Die Datenerfassung erfolgt in Anlehnung (auch Verlinkung) an das G
 SHB, spezifisch erweitert und detailliert für die aktuelle Umgebung. Die Be
 wertung erfolgt durch organisatorisch unabhängiges Personal über ein Punkte
 -System und individuelle Gutachten - im Dialog mit den Verantwortlichen.\n\
 nDie Analyse von Sicherheitsproblemen der Vergangenheit hat ergeben, dass d
 ie jeweiligen Risiken durch die vorhandenen Daten jeweils richtig eingeschä
 tzt und vorhergesagt worden waren. Im Rückblick hat sich also gezeigt, dass
  sowohl die Datenerfassung als auch die manuelle Bewertung angemessen korre
 kt und vollständig arbeiten (>"90%"), und dass in Summe das sehr wirtschaft
 lich arbeitende System trotz der geringen Automatisierung eine angemessene 
 Sicherheit bietet. (Tool-Unterstützung und Automatisierungsgrad wird natürl
 ich trotzdem gemäß dem Stand-der-Technik laufend verbessert.)\n\nBeispiele 
 für die verwendeten Formulare und Bewertungen wurden den Zuhörern zur Einsi
 cht gegeben, können aber nicht im Web frei zugänglich gemacht werden. Ein Ü
 berblick über das Sicherheitsmanagement bei DB Systems war auf der GI-Jahre
 stagung gegeben worden.\n\nReferenz: Vortrag der Herren Damm und Jakoby im 
 Workshop auf der GI-Jahrestagung 2003.   Peer Reymann/ itqs: Aktuelles zum 
 "Datenschutz-Gütesiegel"\n\nHerr Reymann stellte ein aktuelles Tagesthema v
 or, um anzuregen hier ggf. noch gestalterisch mitzuwirken. Die Gruppe hat z
 war insgesamt dazu keine Legitimität, einzelne können aber ggf. in ihrem Um
 feld aktiv werden. Das Thema der Querbeziehungen zwischen Datenschutz und M
 anagement von Informationssicherheit soll allerdings weiterverfolgt werden.
 \n\nStichworte (Mitschriften Herr Berlich):\n\n 	Übergangsfristen des BDSG 
 2001 laufen am 23.5.2004 ab; 	Alle relevanten Verfahren müssen in einem Reg
 ister hinterlegt werden (außer Verarbeitung von "unschädlichen" Daten); 	Er
 hebung von Daten nur bei den Betroffenen. Keine automatisierten Einzelentsc
 heidungen. §6c: "mobile, personenbezogene Speicher"; 	Gütesiegel vs. Datens
 chutzaudit. 
LOCATION:DB Systel GmbH
DTSTAMP:20180726T171125Z
DTSTART:20040206T091500Z
DTEND:20040206T161500Z
END:VEVENT
END:VCALENDAR
